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Schwimmer-syndrom


Der Begriff Schwimmer-Syndrom ist heute vielfach noch unbekannt. Es ist eine Entwicklungsstörung, die meist bis zum 16. Tag nach der Geburt auftritt und sich in beidseitigem Grätschen der Vorder- und/oder Hintergliedmaßen mit rudernden Bewegungen (daher der Name „Schwimmer") äußert. Durch die abnormale konstante Bauchlage kommt es zu Verformungen des Gliedmaßen- und des Brustkorbskeletts, welcher queroval abplattet.


Die Ursache des Schwimmer-Syndroms ist die mangelhafte bis nicht vorhandene Bildung einer Myelin-Scheide der Nervenachsenzylinder im Laufe der ersten 10 Lebenstage. Dadurch erreichen die Nerven nicht ihre volle Kapazität; die Reizweiterleitung zum Muskel ist eingeschränkt. Durch einfache physiotherapeutische Maßnahmen kann man jedoch innerhalb kurzer Zeit den Normalzustand herstellen: Durch Bewegungsübungen wird die Bildung der Myelin-Scheide angeregt.


Erstes Anzeichen für das Schwimmer-Syndrom ist eine geringe Körperspannung: der Welpe liegt meist "platt wie eine Flunder" herum. Ziel der Physiotherapie ist es, die Gliedmaßen belastungsfähig zu machen und den Welpen zum Stehen und Laufen zu bringen sowie die korrekte Ausbildung des Brustkorbs zu fördern.


Mit der Therapie sollte möglichst sofort begonnen werden.


Eine genetische Disposition kann ausgeschlossen werden.


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